seitdemsindwirfrei

Dokumentarfilm, 45min,
work in progress…

Klimakrise, Digitalisierung und eine große Kugel namens Erde – „Seitdem sind wir frei“ ist ein Dokumentarfilm über das Erwachsenwerden einer neuen Generation – wie leben wir in einer Gesellschaft in der die Schere zwischen Fortschritt und fehlendem Mut für Neues groß wie nie ist?

Aufstehen, nicht sitzen bleiben und in Selbstmitleid versinken. Echt sein, sich zeigen, nicht der Hipster aus Kreuzberg, die Bonze aus München, der Jungunternehmer aus Frankfurt oder die Hippiequeen aus St.Pauli. Wir sind doch viel mehr, mehr als Klischees, mehr als verstaubtes Schubladendenken.

Wir sind eine Generation, eine breite Masse, unglaublich viele Möglichkeiten. Wir können hier jede*r sein, wir können alles sein und wir können alles machen. Wir sind frei, wild und vor allem eins, wir sind, laut. Wir schreien auf wenn uns was nicht passt, wir stehen auf gegen Unterdrückung und wir positionieren uns ganz klar.

Mit der Klimafrage stehen wir gerade wohl vor einer der größten Heruasforderungen überhaupt. Wer trägt die Verantwortung, ist 1,5° noch zu schaffen und warum wachsen Kiwis am Bodensee? Wir sind auf der Suche nach Antworten, nach neuen Formen des Lebens und des Zusammenlebens. Wir nehmen die Zuschauer:innen mit durch unsere persönliche Entwicklung, versuchen Halt zu geben und zu inspirieren.

Eine Welt die sich so schnell dreht wie noch nie und ziemlich viele junge Menschen die gar nicht so recht wissen, wo genau ihr Platz ist. Eine Generation, die um ihre Zukunft fürchtet, eine Regierung die diese Zukunft für die Wohlstand einzelner aufs Spiel setzt und ein Planet, der immer heißer wird.

Wir haben gelernt aufzustehen, aufzustehen für eine bessere Welt, für mehr Klimaschutz und für mehr Gerechtigkeit. Wir haben jetzt Holzzahnbürsten, Obstnetze und Ökostrom. Doch wie viel bringt dieser Individualkonsum und bewirkt die Kommerzialisierung unserer Bewegung vielleicht das genaue Gegenteil? Um Struktur in diese Komplexität zu bringen suchen wir uns Hilfe. Drei Interviewstränge einer Politikerin, eines Aktivisten und einer Wissenschaftler:in helfen uns, die Klimafrage greifbarer zu machen, Hoffnung zu schöpfen uns zu inspirieren.

Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus. Aber pass auf den Industriezucker auf!

Ein sozial und ökologisch nachhaltiges Leben steht für uns schon lang an erster Stelle. Wir gestalten unseren Alltag so nachhaltig wir nur irgend möglich, sogar beruflich setzten wir uns hauptsächlich mit alternativen Lebensformen und dem Thema Klimagerechtigkeit auseinander. Doch manchmal haben wir das Gefühl, als würden wir auf der Stelle treten. Das Individualkonsum nicht so viel bringt wie wir manchmal denken, ist ja nichts Neues. Aber was können wir tun, um uns nur ein kleines bisschen weniger machtlos zu fühlen? Mit Seitdem sind wir frei begeben wir uns auf die Suche nach genau diesen Antworten. Wir probieren uns aus an eigenen alternativen Lebensformen, haben wegweisende Begegnungen und kreieren eine Collage um zu inspirieren.

Alles echt, alles hautnah. Das ist der Deal. In seitdem sind wir frei ezählen wir von unseren Begegnungen mit Entscheidungen, dem Scheitern, dem Mut und dem Leben. So intim wie die Themen sind, so intim und authentisch wird auch die visuelle Gestaltung des Films sein.
Dokumentarisch roh und nahbar intim ist wohl der  Kontrast, mir dem sich die Bildgestaltung des Films am ehesten beschreiben lässt. Natürliche Einstellungen, natürliche Farben, natürliche Brennweiten, wenig Schnitte, um dem Zuschauer ein hohes Maß an Authentifizierung zu ermöglichen.
Durch ein bedacht reduziertes Arbeiten steigern wir die Authentizität der visuellen Ebene und beeinflussen die vorfilmische Realität so wenig wie möglich.

Die Kamera ist immer mit dabei – doch manchmal passieren Dinge so spontan, dass dieses immer eben nicht so zutrifft (zumindest für die Hauptkamera). Diese Szenen halten wir aber trotzdem fest, mit dem, was eben dabei ist – das iPhone, die Analogkamera oder das Videogespräch. Das gibt Abwechslung und eine bunt, sehr echt und nahbar wirkende Atmosphäre, mit der sich die Zielgruppe denkbar schnell identifizieren kann.
Konträr dazu gibt es außerdem immer wieder Sequenzen die einen surrealen, magisch wirkenden Ausgleich dazu geben. Diese Bilder geben die Möglichkeit zum Fassen und dazu, Gedankenwelten und abstraktere Themen darzustellen.

Ein wichtiges Gestaltwerkzeug, welches gerade im Dokumentarfilm als Authentifikationsgenerator immer wieder unterschätzt wird, sind Emotionen. Seit dem sind wir frei legt alles offen – und deshalb stehen echte Emotionen für uns an erster stelle. Genauso wie echtes Leben vor ihnen sprudelt, so sprudelt unser Film. Lachanfälle, Wutausbrüche oder intimes Weinen. Der Film ist ein Tanz aus visualisierten Gefühlen in Details und Bildern der ganz großen Freiheit.

mail // ahoi(at)erstegrossefreiheit.de
tel // 017676644894